
Sibiu, auch unter dem deutschen Namen Hermannstadt bekannt, war immer das wichtigste Zentrum der deutschen Minderheit Siebenbürgens. Auch heute befindet sich hier die größte deutsche Gemeinde Rumäniens, und man fühlt ? mit Hilfe der lokalen Verwaltung ? noch immer etwas Deutsches in der Stadt.
In Sibiu befindet sich ebenfalls eine bedeutende ungarische Minderheit, eine Erinnerung an die Zeiten, als Siebenbürgen Teil des Österreichisch-Ungarischen Reiches war. Dennoch ist Sibiu/Hermannstadt eine überwiegend rumänische Stadt (95% der Bevölkerung ist rumänischen Ursprungs), der es gelungen ist, die drei genannten Kulturen und weitere von kleineren Minderheiten wie Roma, Slowaken und Ukrainer zu bewahren und zusammenzubringen.
Hermannstadt wird mit gutem Recht als eine der schönsten und besterhaltenen historischen Städte Rumäniens und ganz Europas angesehen mit architektonischen Werten auf einer Gesamtfläche von 80 Hektar.
Die mittelalterliche Festung Hermannstadt, die nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten und auch vom kommunistischen Regime unangetastet blieb, hat sich den Geist und die Atmosphäre der längst vergangenen Jahrhunderte bewahrt.

Zusammen mit Luxemburg wurde Sibiu am 26. Mai 2004 von den 25 EU-Kulturministern für das Jahr 2007 zur Kulturhauptstadt Europas ernannt. Versuche, die Altstadt von Sibiu in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes eintragen zu lassen, sind bisher gescheitert. Jedoch unternahm die Stadt größte Anstrengungen, um die Altstadtsanierung voranzutreiben. Die Ergebnisse sind u.a. die völlige Neugestaltung des Großen Rings (des zentralen Platzes der Altstadt), des Kleinen Rings und der Heltauer Gasse. Wichtige historische Gebäude wurden und werden mit Mitteln der EU, bundesdeutschen Fördergeldern und rumänischen Staatsgeldern renoviert.

Die Stadt Hermannstadt wird mit gutem Recht als eine der schönsten und besterhaltenen historischen Städte Rumäniens und Europas bezeichnet, mit einem architektonischen Kulturerbe auf über 80 Hektar Fläche.
Das mittelalterliche Zentrum Hermannstadts, das auch nach zwei Weltkriegen und dem kommunistischen Regime erhalten geblieben ist, bewahrt noch den Geist und die Atmosphäre längst vergangener Jahrhunderte.
Die Umgebung Hermannstadts, wobei wir besonders die unter dem Namen ?Marginimea Sibiului? bekannte Gegend mit ihren unschätzbaren Kulturschätzen, den Winterort Paltinis, die Fogarascher Berge von der Bergstraße Transfagarasan bis zum Alttal und die sächsischen Dörfer des Umlands hervorheben müssen, trägt ebenfalls in besonderem Maße zu dem Ruf Hermannstadts als bedeutendstem Touristenziel Rumäniens bei.
Hermannstadt bietet dem Touristen 10 Museen und Dauerausstellungen, zu denen noch eine Vielzahl an Sonderausstellungen, Märkten und Messen hinzukommen.
Unter den Museen ist das Brukenthalmuseum nicht nur das älteste Museum Rumäniens, sondern auch eines der schönsten in diesem Teil Europas.
Das Museum des bäuerlichen Handwerks ASTRA im Jungen Wald ist das größte Freilichtmuseums Europas.

Im Jahre 2005 fanden in Hermannstadt über 20 Festivals und Kulturveranstaltungen statt, einige davon bereits mit internationalem Ruf, wie das Internationale Theaterfestival, das Internationale Jazzfestival, das Folklorefestival ?Lieder der Berge?, das Fest der Volkstraditionen, das Mittelalterfestival, usw.
